Hello ihr Lieben – heute gibt es nach langer Zeit mal wieder Neues „Aus dem Nähzimmer“. Ich möchte euch in regelmäßigen Abständen unter dieser Überschrift meine liebsten Tipps, Tricks und Kurioses aus meinem Nähzimmer erzählen. 

Heute starte ich mit einem meiner liebsten Dinge neben dem Nähen: Wellness für die Nähmaschine. Oder Overlock. Oder, wenn ihr wollt, auch für die Coverlock. 

Ja, tatsächlich – ich reinige gern meine Nähmaschine. Und zwar regelmäßig. Je nach Aufwendigkeit meiner Projekte, kann das auch nach jedem Projekt sein.  Normalerweise bin ich kein übertriebener Sauberkeitsfanatiker. Versteht mich nicht falsch – ich mag keinen Dreck. Aber ich bin auch niemand, der jede Woche die Besteckschublade auswischt oder auf den Schränken putzt. Doch meine Nähmaschine – die mag ich sauber. Ich liebe einfach das Geräusch, wenn sie gut gereinigt und geölt vor sich hinschnurrt.

Von links nach rechts: Wattestäbchen, flacher Pinsel, runder Pinsel, Trinkhalmaufsatz, kleiner sehr fester Pinsel.

Also meine Lieben, es geht ans Saubermachen – und dazu brauche ich einige Tools:

  • einen Trinkhalmaufsatz für Babyflaschen 
  • Wattestäbchen
  • einen flachen Borstenpinsel
  • einen runden Pinsel
  • Nähmaschinen Öl
  • Staubsauger
  • Schraubenzieher zum Öffnen der Stichplatte 
Nähfuß und Spulenabdeckung sind entfernt.

Als erstes nehme ich die Maschine vom Strom.  Dann entferne ich das Garn, die Unterfadenspule und die Nadel.

Jetzt wird mit dem großen flachen Borstenpinsel (meiner ist sehr weich) aller oberflächlicher Staub entfernt. Ihr pinselt einfach vorsichtig und leicht über eure Maschine, an allen Stellen, an die ihr drankommt.

Dann benutze ich meinen runden Pinsel und entferne den Staub an den Stellen, an die der breite Pinsel nicht so gut dran kommt. Das ist z.B an der Nadelstange oder über der Nadelstange der Fall.

Entfernt die Stichplatte und nehmt die Spulenkapsel raus.

Als nächstes entferne ich die Abdeckung der Spule, schraube die Stichplatte ab und nehmen die Spulenkapsel heraus. Diese Teile werden auch mit dem Pinsel entstaubt.

Achtung: legt die Schrauben und die anderen Teile, die ihr entfernt habt, in Reichweite, aber an einem sicheren Ort ab. Damit ihr am Ende auch alles wiederfindet.

Nun kommt eines meiner liebsten Gadgets. Der Trinkhalm-Aufsatz. Ich stecke ihn auf das Staubsaugerrohr, stelle den Staubsauger auf die niedrigste Stufe und sauge damit die Maschine vorsichtig von Innen aus. Nicht mit Gewalt, sondern nur an den Stellen, an die ich gut dran komme.

Damit habe ich eigentlich die meisten Fusseln und Staub entfernt. Zu letzt nehme ich immer noch ein Wattestäbchen und fahre damit vorsichtig in die Zwischenräume von Greiferhalter (heißt das so?) und Nähmaschinenkörper. An der Watte bleibt immer noch mal gut was hängen, das ich mit dem Sauger nicht rausbekommen habe.

Danach setze ich die Spulenkapsel zurück, schraube die Stichplatte wieder an und stecke die Spulenabdeckung wieder auf. Wenn ihr wollt und eure Maschine es erlaubt, könnt ihr jetzt noch ein paar Tropfen Öl verteilen.

Ich öle bei meiner Pfaff immer nur die Nadelstange ein bisschen. Dazu gebe ich einen Tropfen Nähmaschinenöl auf ein Wattestäbchen und fahre damit die Nadelstange auf und ab. Dann dreht ihr langsam am Handrad, damit die Stange sich bewegt und das Öl sich verteilt.

Zum Schluss wische ich die Maschine außen noch einmal mit einem Staub- oder Mikrofasertuch ab. Und fertig ist die Wellness-Kur für eure Nähmaschine. Setzt eine frische Nadel ein, legt die Spule zurück und freut euch über das leise Schnurren euerer Maschine.

Putzt ihr auch so gern eure Nähmaschinen? Oder bin ich da allein mit meinem Spleen?

Liebste Grüße,

Steffi

Verlinkt bei: Sew La La, Freutag

4 Gedanken zu “Aus dem Nähzimmer #5 Wellness für die Nähmaschine

  1. Hallo Steffi,
    eine schöne Zusammenfassung für all die, die da am Anfang etwas ratlos vor stehen. Aber auch ich habe dazu gelernt. Zwar kenne ich das mit dem Aussaugen auch aber den Trick mit dem Babyflaschenaufsatz kannte ich noch nicht. Das ist genial. 🙂
    Ich handhabe das mit den Zeitpunkten wann ich die Maschine reinige auch so wie du. Und ja, tatsächlich mache ich das auch sehr gerne. Irgendwie erfüllt es mich mit Stolz wenn ich mein Schätzchen wieder auf Vordermann gebracht habe und ich weiß, dass ich ihr jetzt was Gutes getan habe.
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Liken

  2. Hallo, ja die Reinigung der Nähmaschine und das Wechseln der Nadeln wird immer wieder unterschätzt. Ich benutze allerdings lieber Pfeifenreiniger, weil man sie biegen kann und sie jedes Mal sauber sind. Liebe Grüße Doris

    Liken

Schreibe eine Antwort zu Doris Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s