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Manchmal müssen großartige Dinge zu Ende gehen, damit man Neues entdecken kann. Damit man sich hinaus wagt, aus der Komfortzone. Damit man Sachen ausprobiert, an die man sonst keinen Gedanken verschwendet hat. Wisst ihr was ich meine?

Mir geht es zum Beispiel bei Serien so. Wenn ich mit einer durch bin, bin ich traurig, dass sie zu Ende ist – aber hey, dann habe ich auch Zeit dafür, neue coole Serien zu entdecken. Denn, ich liebe Serien – habe ich mir was ausgekuckt, bin ich dem total verfallen. Ich muss alle Folgen schauen, bis es nichts Neues mehr gibt. Im Zeitalter von Netflix und Co ist das zum Glück möglich. Und erst wenn ich durch bin, kann ich mich auf eine andere Serie einlassen. Mittlerweile bin ich dadurch wirklich experimentierfreudig geworden, was meine Auswahl angeht. Doch es geht mir nicht nur beim Serienschauen so. 

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Zeit für Neues

Noch vor zwei Wochen war ich traurig und vor den Kopf gestoßen, als ich gelesen habe, dass es den wöchentlichen RUMS nicht mehr geben wird. Ich meine hey – das war doch eine absolute Institution in der deutschsprachigen Online-Nähwelt. Das Flaggschiff schlechthin. Aber, wie das nun mal so ist, so ein Blockbuster bietet nicht viel Platz für andere Formate zur gleichen Sendezeit. Schließlich bleibt nicht viel Marktanteil für gute Quoten übrig. Wenn aber so ein Blockbuster sein Finale gegeben hat – ja dann ist da auf einmal Platz für etwas Neues oder eine neue Vielfalt.  Und damit, nach dieser unglaublich langen Einleitung:

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Herzlich Willkommen also zu Sew La La. Melanie von The Flying Needle hat dieses neue Format ins Leben gerufen und ich freue mich sehr, dass ich sie dabei tatkräftig unterstützen darf. Also lasst uns den Donnerstag rocken, zelebrieren und feiern – in selbstgenähter, gestrickter, gehäkelter, gewebter oder geklöppelter Kleidung für uns.

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Marigold

Ich zeige euch heute auch ein Wagnis – meinen Marigold-Jumpsuit von Tilly and the Buttons. Genäht habe ich ihn vor fast genau einem Jahr. Getragen habe ich ihn tatsächlich das erste Mal vor knapp drei Wochen, seitdem aber schon häufiger. Und der Schnitt war ein Wagnis für mich, weil:

1. ich nicht wusste, ob ich Jumpsuits eigentlich mag

2. ich mir sehr sicher war, dass mir dieser Schnitt nicht steht

3. ich wirklich Respekt vor dem Herzausschnitt und dem langen verdeckten Reißverschluss hatte

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Nach dem Nähen kann ich sagen: Angst muss einem dieser Schnitt nicht machen. Die Anleitung ist super zu verstehen und Herzausschnitt und Reißverschluss sind damit sehr gut zu meistern. Ich mag die Schnittführung an sich sehr: die breiten Träger sind BH freundlich (gerade wenn man zu den Frauen gehört, die BHs mit breiten Trägern benötigen), die Ausschnittform macht ordentlich was her und der breite Gummi in der Taille bringt das ansonsten luftig-legere Oberteil auf Figur. Ähnlich wie beim Bettine-Dress

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Aber: die Hosenform – da bin ich mir immer noch nicht sicher. Irgendwie fühle ich mich in meinem Marigold sehr breithüftig (das bin ich auch, aber es gibt andere Teile, in denen fühle ich schlanker). Gleichzeitig ist dieser Jumpsuit aber so unglaublich bequem. Und praktisch. Ja tatsächlich, ich finde ihn praktisch – es rutscht nichts hoch, wenn ich mich bücke, es blitzt kein Maurerdekolleté und ich fühle mich nicht eingeengt, wie in einer Highwaist-Hose.

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Die Meinungen zu meinem Erscheinungsbild in Marigold gehen allerdings weit auseinander. Je nach Schuhwerk, das ich dazu trage, findet mein Mann ihn zum Beispiel richtig gut – oder total unmöglich. Und ich rate, jetzt einfach mal, dass es an den Schuhen lag. Also, ihr merkt, ich bin immer noch unschlüssig.

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Mein Plan deshalb: ich werde Marigold noch einmal nähen. Diesmal mit einem geraden Ausschnitt und etwas verschlankteren Beinen. Und eventuell werde ich das Gummi in der Taille etwas enger machen und den Jumpsuit so noch etwas mehr auf Figur bringen. Zum Glück habe ich 2 m Cupro in Dunkelgrün von Stoff und Stil gekauft, um mir meinen zweiten Marigold zu nähen. 

Übrigens könnt ihr Marigold auch nur als Hose nähen, diese Variante ist im Schnitt enthalten. Und was ich vor kurzem entdeckt habe: einen Hack aus dem Marigold-Jumpsuit und dem Bettine Dress von Tilly and the Buttons. Diese Version mit dem fake-Wickeloberteil finde ich so klasse.  Aber ich könnte mir auch eine Version mit geknoteten Trägern cool vorstellen.  Auf der Seite von Tilly and the Buttons gibt es sogar einen Artikel mit zehn Hacks für den Jumpsuit.

 

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Wie sieht es bei euch aus? Sind Jumpsuits praktisch oder nur schön anzusehen? Ich bin gespannt auf eure Antworten.

Und zu guter letzt gibt es eine Premiere bei sewrender: heute muss ich euch zwei Outtakes da lassen. Wenn nämlich drei Nähbloger unterwegs sind, um Blogfotos zu machen, gibt es einfach richtig schöne Outtakes:

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Julia von julique als  süße Photobomb.
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Danke liebe Simone von MeinLieblingsdings für die tollen Fotos!

Liebste Grüße,

Steffi

verlinkt bei sew la la

8 Gedanken zu “Neues wagen – Jumpsuit Marigold

  1. Sehr toll 🙂 und breithüftig hin oder her, bequem und luftig muss der Jumper sein im Sommer, der Rest ist doch immer eine Sache des persönlichen Geschmacks. Dir steht der Jumper gut und du kannst durchaus auch diese Hosenform tragen.

    LG Katrin

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  2. Hallo liebe Steffi! Ich finde deinen Jumpsuit total süss, ein luftiges Sommerteil, egal mit welchen Schuhen. Und ein Lob an die beiden Fotografinnen, die Bilder sind echt cool geworden! LG und bis bald, Patricia

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  3. Schön, dass du den Schnitt ausführlich gezeigt hast, ich kannte ihn bisher nicht. Verfolge aber auch die neuen Tilly Schnitte nicht mehr. Ein lockeres, cooles Teil hast du da genäht. Ich persönlich mag Jumpsuits nicht so, mir sind davon derzeit einfach auch zuviele unterwegs und wenn ich meine Tochter beobachte, wenn sie auf Toilette geht. Das Foto mit der Vespa zaubert eine tolle Stimmung herüber. Rums vermisse ich nicht so, das war mir irgendwie so überfüllt und anonym, ich finde es eher schade, dass der Me Made Mittwoch nur noch einmal monatlich stattfindet. LG Anja

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    1. Hallo Anja 🙂 – tatsächlich habe ich auch immer gedacht, das mit dem „auf Toilette gehen “ empfinde ich tatsächlich weniger ätzend, als ich gedacht hätte. Aber ich trage auch meist ein Tshirt unter dem Jumpsuit. Liebe Grüße

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