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Letzte Woche habe ich einen Instagram Post gelesen, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat. Er begann mit der Frage: Wie oft am Tag denkst du, dass du für etwas nicht gut genug, schön oder dünn genug bist?  Wie oft machst du etwas, sagst du zu etwas ja, weil du Angst hast sonst nicht gemocht zu werden?

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Mein erster im Impuls war darauf zu antworten: Es ist mir egal, was Fremde von mir halten. Es ist mir nicht immer egal, was Freunde von mir denken – aber ich stehe zu mir und meiner Meinung. Und ich verbiege mich nicht, für andere. Aber dann ist mir etwas eingefallen, dass hier auf der Festplatte schlummert, von dem ich mich bisher nicht getraut habe es zu zeigen – weil ich es mich zeigt, wie ich bin. Weil es mir unangenehm ist, dass es mich nicht gängigen Idealen gemäß zeigt. Weil es vielleicht nicht zu 100 Prozent ästhetisch ist.

 

Im Mai hat mein Mann von mir Fotos im Garten meiner Eltern gemacht. Es waren die ersten Bilder mit unserer neuen Kamera und ich finde, sie sind wunderschön geworden. Man sieht auch, dass ich mich in dieser Umgebung sehr wohl fühle, weil ich da einfach meine komplette Kindheit und Jugend verbracht habe. Ich verbinde viele schöne Erinnerungen mit diesem Ort.

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Man sieht aber auch, dass ich in den letzten Jahren wenig Sport mache, nicht mehr so sehr auf eine gesunde Ernährung achte und keine Jugendliche mehr bin. Und das hat mich tatsächlich bis jetzt davon abgehalten, diese Bilder zu zeigen oder einen Blogbeitrag darüber zu schreiben. Ich könnte die Bilder vielleicht retuschieren – aber das will ich auch nicht. Ich will ja authentisch und ehrlich sein. Hm, eine Zwickmühle  – also habe ich sie einfach nicht angerührt und den Beitrag nicht geschrieben.

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Schluss damit. Ich bin ich, ich bin 37 Jahre, keine 20! Ich habe keine langen schlanken Beine (hatte ich auch noch nie, ich bin 1,62 groß!), ich habe zwar mal Sport studiert, aber das ist auch schon 10 Jahre her.  Ich habe zwei Kinder, die mich manchmal in den Wahnsinn, aber vor allem Abends auf die Couch treiben, um den Stress des Tages mit einer Tafel Schokolade vergessen zu lassen. Wenn ich mich aufraffen kann, gehe ich gern zum Sport, wenn nicht, dann nicht. Aber: Ich bin ich – und das ist genug!

Auf diesem Blog geht es um mich, meine Lust am Nähen, meinen Spaß daran neue Techniken zu probieren und häufig auch um die Fehler, die ich mache. Da nehme ich ja auch kein Blatt vor den Mund, warum sollte ich dann bei diesen Bildern kneifen?!

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Die Sachen auf den Bilder mag ich sehr. Die Bluse ist eine Twist (it) von Schneidermeistern, ein echter Stofffresser, aber ein tolles Teil. Es macht riesig Spaß sie zu nähen.

Die Hose ist eine Ibiza von Pech und Schwefel. Ich trage sie aber nur in meiner Freizeit. Für das Büro ist sie mir zu kurz – und ich muss zugeben, durch meine Stoffwahl, klettert sie vorne im an den Beinen immer mal hoch beim Laufen – das mag ich nicht so gern.

Bluse: Twist it von Schneidermeistern

Hose: Ibiza von Pech und Schwefel

Stoffe: aus meinem Schrank, vor einigen Zeit gekauft.

Verlinkt bei Rums

Liebste Grüße, Steffi

7 Gedanken zu “Ich bin ich – und das ist genug

  1. Liebe Steffi!
    Wunderschön sind die Fotos geworden! Die Bluse und auch die Shorts gefallen mir sehr.
    Ja, eigentlich sollte es einem egal sein, was andere von einem denken, aber ganz leicht fällt es mir auch nicht immer.
    Liebe Grüße
    Lilly

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  2. Kenn ich nur zu gut!!!!
    Aber du hast total Recht!!! Ich bin froh, dass ich keine 20 mehr bin und obwohl ich damals wesentlich weniger wog, war ich auch nicht glücklicher!!!
    Ganz liebe Grüße,
    Kirsten

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