Hallo ihr, schön, dass ihr wieder hier seid. Ich möchte euch heute bei RUMS etwas über das zweite Leben meiner Lieblingsjeans erzählen:

Also, meine Lieblingsjeans …, die hatte ein Loch. Ein unflickbares Loch, nämlich genau im Schritt. Damit war sie für mich leider untragbar geworden. Ich mag Unterhosenblitzer einfach nicht. Aber ich mag die Farbe der Hose so gern und wollte schon immer mal einen Rock haben, der oben aus Jeans besteht und unten aus schwingender Baumwolle. Zufällig, (ja, wer’s glaubt!) hatte ich auch noch einen wunderschönen Michael Miller Stoff im Schrank. Ein Chevron Muster mit hellem Mint, Weiß und Gold. Eigentlich sollte daraus mal eine Tasche werden. Zum Glück für meine kaputte Jeans, hat das nicht geklappt.

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Ging ganz schnell

Das Nähen ging ganz schnell und war relativ einfach. Ich habe die Beine und den „Schritt“ der Jeans abgeschnitten. Also so weit unten wie möglich, damit die Potaschen erhalten bleiben. Da der Michael Miller Stoff nur 1,12m breit ist, habe ich für die erste große Stufe einmal die volle Breite genommen und mir die Wunschlänge davon abgeschnitten. Dann habe ich für die zweite Stufe zwei Mal die volle Stoffbreite als 15 cm Streifen aneinandergenäht, gleich gesäumt und gekräuselt. Zum Schluss musste ich nur die beiden Stufen aneinander und dann an das Überbleibsel der Jeans nähen. Es ist wirklich so leicht, wie es sich anhört.

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Dieser Rock ist extrem bequem. Er hat die richtige Länge fürs Büro, ich kann damit radeln und den Jungs im Garten hinterherlaufen. Durch den unteren Teil aus Baumwolle ist er schön luftig, also perfekt für den Sommer! Was mich aber noch mehr freut, ist dass ich meine Jeans nicht wegwerfen musste, sondern ihr ein zweites Leben einhauchen konnte. Für die übergebliebenen Hosenbeine fällt mir bestimmt auch noch was ein. Ich hebe ja mittlerweile alle alten Jeans von mir und meinem Mann auf und schenke ihnen ein neues Leben. Das ist allerdings das erste Mal, dass ich ein Kleidungsstück für mich aus einer alten Hose gemacht habe.

 

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Wollt ihr es auch ausprobieren? So geht’s Schritt für Schritt

„Aus Jeans wird Rock“-Tutorial

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Ihr braucht:

Eine alte Jeans, die am Bund und Po gut sitzt

Baumwollstoff (es geht auch Jersey), mind. so breit wie eure Jeans.

Stoffschere

Maßband

Markierstift

Nähgarn

 

  1. Schneidet die Jeans oberhalb der Beine und der Schrittnaht gerade ab. Zeichnet euch dafür am besten eine Linie auf den Stoff. Wenn eure Jeans Potaschen hat, achtet darauf möglichst mindestens 2cm zwischen Schnitt und Taschen zu lassen. Ihr habt jetzt einen breiten Jeansbund.

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    Schneidet die Beine der Hose 3-4 cm unter den Potaschen ab.
  2. Nun machen wir uns an die erste Stufe: Dazu messt die Länge eures Jeansbundes aus. Das ist die Mindestbreite, die euer Stoffstreifen haben muss. Damit es etwas lockerer fällt, addiert hierzu 20cm plus 2cm für die Nahtzugabe.
    Stoffbreite ist also: Länge Jeansbund + 20cm + 2cm Nahtzugabe.
  3. Bestimmt die Länge, die die erste Stufe haben soll, und schneidet dann euren ersten Stoffstreifen mit der entsprechenden Breite und Länge zu.
  4. Näht diesen Stoffstreifen an den kurzen Seiten zusammen. Vergesst nicht, diese Nahtzugaben zu versäubern.
  5. Näht am oberen Rand der Stufe bei 0,5cm und 1cm  zwei Reihfäden (größte Stichlänge, nicht verriegeln). Lasst dabei die Enden der Fäden lang .
  6. Jetzt könnt ihr die Länge der ersten Stufe mithilfe der Reihfäden an den Umfang des Jeansbunds anpassen. Schiebt den Stoff gleichmäßig zusammen und steckt ihn an dem Jeansstreifen fest. Wenn alles passt, näht die beiden Stoffe zusammen und versäubert die Nahtzugaben zusammen.

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    Die erste Stufe ist nur ganz minimal gekräuselt. Wenn der Stoff es hergegeben hätte, hätte ich hier etwas mehr verwendet.
  7. Für die zweite Stufe nehmt ihr die doppelte Stoffbreite des ersten Stoffstreifens (ggf. müsst ihr hier zwei Streifen zuschneiden und aneinandernähen). Schneidet ebenfalls einen (zwei) Streifen in der so gemessenen Breite und gewünschten Länge zu. Näht den Streifen (oder die beiden Streifen) zusammen und versäubert die Nahtzugaben.

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    Die zweite Stufe ist stärker gekräuselt, da sie länger ist. Dafür ist sie nur circa halb so lang, wie die erste.
  8. Wenn ihr euch sicher seid, dass die Länge des kopmletten Rockes so passt, könnt ihr die zweite Stufe jetzt auch gleich säumen. Dann näht ihr wieder zwei Reihfäden an die obere Nahtzugabe. Nun müsst ihr mithilfe der Reihfäden die zweite Stufe auf die gleiche Breite wie die erste Stufe des Rockes bringen. Dann näht ihr die zweite Stufe an die erste, versäubert auch hier die Nahtzugaben zusammen – und voila – fertig ist euer Upcycling Rock.

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Liebste Grüße,

Steffi

4 Gedanken zu “„Aus Jeans wird Rock“-Tutorial

  1. Liebe Steffi,
    du hast mir die Sucherei erspart ich habe nämlich genau das vor was du aus deiner Jeans gezaubert hast. Und jetzt habe ich auch gleich eine tolle Anleitung dazu. Kaputte Jeans stapeln sich hier inzwischen und immer nur Taschen nähen ist ja auch nix.
    Dei neuer Rock gefällt mir sehr gut die Farbkombi ist toll.
    Liebe Grüße Sandy

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  2. Das ist genau mein nächstes Projekt 🙂 und dein Rock sieht super aus, da halte ich mich mal an deine Anleitung;) und den Stoff wähle ich mal gleich mit meiner persönlichen sewrender Stoffberaterin 🙂 🙂 aus.

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